Kein Platz für Extremisten!
Mittwoch, den 19. August 2009 um 17:05 Uhr
Norbert Post zeigt NPD die rote Karte
„Wir haben es hier mit Leuten zu tun, die Ideologien vor Menschen setzen. Damit kann kein Demokrat zusammenarbeiten, und ich möchte sie nicht im Stadtrat haben. Es ist höchste Zeit, die NPD zu verbieten.“ Mit klaren Worten hat CDU-Oberbürgermeisterkandidat Norbert Post bei einer Podiumsdiskussion Stellung gegen die rechtsextreme NPD bezogen, die bei der Kommunalwahl am 30. August in Mönchengladbach mit einem eigenen Oberbürgermeisterkandidaten und Kandidaten in allen 33 Wahlbezirken antritt. Das Mönchengladbacher Bündnis „Aufstehen! – Für Menschenwürde – Gegen Rechtsextremismus“ hatte zu der Diskussion in die Regionalstelle eingeladen, an der neben Norbert Post auch die Oberbürgermeisterkandidaten von SPD, Grünen, FDP, FWG und Linke teilnahmen.
Menschen vor Ort ansprechen
Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass die NPD in dem neu zu wählenden Stadtrat nichts zu suchen habe. Durch die geringe Wahlbeteiligung bei der vergangenen Kommunalwahl waren zwei rechtsextreme Vertreter in den Rat gelangt, die die Mönchengladbacher Steuerzahler seit 2004 insgesamt rund 109.000 Euro gekostet haben. Doch wie, so wollte Moderatorin Ursula Gormanns wissen, könne die Wahlbeteiligung erhöht und damit der erneute Einzug der NPD verhindert werden? „Es gab vor fünf Jahren viele Menschen, die nicht zu Wahl gegangen sind. Darunter sind manche, die schlichtweg keine Lust hatten, und andere, die sich nur für Dinge interessieren, die sie persönlich betreffen“, analysierte Norbert Post, der mit seiner Sommeraktion „Sie haben Post“ alle Mönchengladbacher Wahlbezirke aufgesucht hat, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. „Wir wollen die Menschen vor Ort ansprechen, um sie zur Wahl zu animieren. Das ist das A und O.“
Jungen Leuten Werte vermitteln
Erfahrungsgemäß reagieren vor allem die Jungwähler auf das Werben rechtsextremer Parteien besonders sensibel. Dem Landtagsabgeordneten ist aufgefallen: „Die jungen Leute fragen wieder verstärkt nach Werten, die wir ihnen vermitteln müssen. Wenn wir das nicht schaffen, sind sie offen für kleine Versprechungen und fallen unter Umständen auf die Rattenfänger-Methoden der Rechtsextremen rein.“ Doch dürfe man mit dieser Werte- und Demokratievermittlung nicht erst dann beginnen, wenn die Jugendlichen wählen dürfen, sondern müsse schon viel früher ansetzen. „Zum Beispiel in der Schule, wo schon bei der Wahl des Schülersprechers Demokratie gelebt wird.“
Mit Tricks auf Stimmenfang
Norbert Post weiß um die Tricks der Rechtsextremen, die in Mönchengladbach auch mit Rockmusik auf Stimmenfang gehen: „Ob Rockmusik oder Bücherverbrennung: Das ist dieselbe Machart wie zur Zeit des Nationalsozialismus. Und die braunen Ziele bleiben die gleichen.“ Für den CDU-Kandidaten gilt mit Blick auf die Kommunalwahl deshalb das Ziel: „Ich möchte keinen braunen Vertreter im Mönchengladbacher Stadtrat haben. Es ist höchste Zeit, die verfassungswidrige NPD zu verbieten.“


