Wir können auf keinen Jugendlichen verzichten

post-plakat-arbeitNorbert Post spricht für die CDU-Landtagsfraktion

Auf einer Pressekonferenz am 9. Juli im Düsseldorfer Landtag analysierte der sozialpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion die Lage auf dem Lehrstellenmarkt:


Sommermonate sind dafür bestimmt, einen Endspurt einzulegen, um jungen Menschen Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Gerade dieser Sommer ist ein nicht leichter, um für das Thema Ausbildung zu werben: Durch die Welt- und Finanzmarktkrise scheinen andere Themen wie Rettung der Banken, Rettung großer Unternehmen wie Opel wichtiger, als die Frage nach einer Ausbildung. Dennoch dürfen wir folgende Fakten nicht vergessen:

Vielfältige Faktoren verändern in den kommenden Jahren die Arbeitswelt der Menschen: Die Globalisierung schreitet voran. Das Internet entwickelt sich ebenso weiter wie dessen Nutzung. Unsere Gesellschaft wird immer älter und wandelt sich von der Dienstleistungs- zur Wissens- und Informationsgesellschaft. Weitere Faktoren sind klimatische Veränderungen sowie die Folgen der derzeitigen Weltwirtschafts- und Finanzmarktkrise.

Durch die demographische Entwicklung schrumpft unsere Gesellschaft. Für Nordrhein-Westfalen bedeutet diese Entwicklung zunächst einen Rückgang von 17,993 Millionen Menschen im Jahr 2007 auf 17,455 Millionen Menschen im Jahr 2020. Die Zahl der Erwerbstätigen wird stetig abnehmen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Menschen im Alter über 65 Jahre. Ferner wird der prozentuale Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung steigen.

Die Weltwirtschafts- und Finanzmarktkrise hat bereits 50 Billionen Dollar Vermögen  vernichtet. Die Auswirkungen sind auf dem internationalen und nationalen Arbeitsmarkt angekommen. Die Arbeitslosigkeit steigt bundesweit an. Dieser Trend macht auch vor Nordrhein-Westfalen nicht Halt. Erstmals seit vielen Jahren bleibt die sonst regelmäßig im März einsetzende Frühjahrsbelebung aus. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit wird derzeit noch gedämpft, da viele NRW-Firmen die Kurzarbeit nutzen, um ihre Mitarbeiter zu halten. Auf der anderen Seite herrscht in einigen Branchen ein Mangel an Fachkräften. Es stehen immer weniger junge Talente zur Verfügung. Die Wissens- und Informationsgesellschaft braucht Menschen, die unsere Wirtschaft mit Intelligenz und Know-How vorantreiben und Zukunft in sämtlichen Bereichen gestalten. Auf diese Weise wird „Wissen“ zum entscheidenden Wertschöpfungsfaktor. Die Akteure sind hoch motiviert neue Informationen aufzunehmen, um daraus Nutzen für sich und die Gesellschaft zu ziehen. Auch diese Entwicklungen gilt es zu berücksichtigen, wenn das Thema Ausbildung behandelt wird.

Der Stadt Köln ist das Thema eine Plakataktion wert - den Unterschied in einer steigenden und einer fallenden Unternehmensbilanz macht der "Azubi" aus!

Die Zahlen im Juni geben darüber Auskunft, dass 49.000 Jugendliche auf der Suche nach einer Ausbildung 25.000 freien Ausbildungsplätzen gegenüber stehen. Dieses Zahlenverhältnis von 1:2 ist ähnlich wie im vergangenen Jahr. Im Juni 2009 wurden in NRW Auszubildende in folgenden Berufsgruppen gesucht:

- Einzelhandelskaufleute
- Verkäufer/innen
- Bäcker/innen
- Köche
- Industrie
- Restaurant
- Industriemechaniker
- Bankkaufleute
- Kaufleute für Bürokommunikation
- Bürokaufleute

Dem entsprechen die Berufswünsche der Jugendlichen, die insbesondere Ausbildungen im Einzelhandel und im Büro nachfragen nicht unbedingt 1:1. Um Jugendlichen die Möglichkeit einer Ausbildung zu geben, wurde in den vergangenen Jahren einiges auf den Weg gebracht:

Werkstattjahr NRW
Das zum 1. November 2005 eingeführte„Werkstattjahr NRW“ erfährt weiterhin eine große Nachfrage: Im Schuljahr 2008/2009 konnten 5.093 Werkstattjahrplätze landesweit besetzt werden (in Mönchengladbach 80).

Das Werkstattjahr gibt den jungen Menschen die Möglichkeit der unmittelbaren Berufs-vorbereitung, denn sie können ihre praktischen Fähigkeiten in Ausbildungswerkstätten verbessern und in Betriebspraktika erproben. Darüber hinaus besuchen sie an zwei Tagen der Woche die Berufsschule.

Programme, wie der 3. Weg in der Berufsausbildung (zum Stichtag 15.12.08 NRW nahmen in NRW 1.372, in Mönchengladbach 19 junge Menschen teil), das Sonderprogramm Ausbildung, Betrieb und Schule sowie die Unterstützung für Unternehmer durch die Verbundausbildung haben es ermöglicht, viele Jugendliche in Ausbildung zu bringen. Darüber hinaus werden wir auch junge Menschen mit Familienverantwortung unterstützen, damit sie die Möglichkeit zur Berufsausbildung bekommen. Daher hat das Land das Programm: "Teilzeitberufsausbildung - Einstieg begleiten - Perspektiven eröffnen (TEP) aufgelegt. Dieses Programm unterstützt fast 200 Ausbildungsplatz suchende junge Menschen mit Familienverantwortung beim Einstieg in die betriebliche Erstausbildung in Teilzeit. In elf Regionen des Landes werden erstmals im Ausbildungsjahr 2009/2010 dreizehn Pilotprojekte gefördert.

In den Fällen, in denen die Wunschausbildung nicht vor der Haustür liegt, müssen Jugendliche flexibel sein und auch einen Umzug in Betracht ziehen. Dabei gibt es die Möglichkeit, finanzielle Hilfen durch die Agenturen für Arbeit zu bekommen z.B. durch Zuschüsse zur Miete, zum Lebensunterhalt, zu Kinderbetreuungs- oder Fahrkosten.  Wir unterstützen sie dabei finanziell.

Für uns ist es neben den Angeboten aber auch wichtig, Jugendliche noch besser fit für die Ausbildung zu machen. Ich könnte mir daher vorstellen, dass es verstärkt in den Sommerferien diesbezügliche Angebote geben kann. Wir müssen vielfach die theoretischen Kenntnisse von Jugendlichen verbessern, damit sie eine Chance auf eine Ausbildung haben. Solche Sommercamps/ schulen würden dies möglich machen.

Ferner werden wir uns vermehrt um die Ausbildung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund kümmern müssen. Wir brauchen die Verschiedenartigkeit in den Unternehmen, die Vielfalt der Beschäftigten im mehrfachen Sinne, sei es die Verschiedenheit beispielsweise aufgrund der Abstammung, der Rasse, der Sprache, der religiösen oder politischen Anschauung, des Geschlechts oder des Alters.

„Es sind nicht unsere Füße, die uns weiterbewegen, es ist unser Denken.“

Am Dienstag dieser Woche 07.07.2009) wurde gemeldet, dass die deutsche Industrie im Mai das größte Auftragsplus seit fast zwei Jahren zu verzeichnen habe. Im Vergleich zum April gab es 4,4% mehr Bestellungen - dies ist kein Grund, dennoch ein Anlass zur Hoffnung. In diesem Sinne werben wir bei allen Verantwortlichen, sich für Ausbildungssuchende einzusetzen.

Alles zur Landtagswahl
post29_wesselmann

Herzlich willkommen!

Auf meiner Homepage möchte ich Sie über meine Arbeit informieren. Als Landtagsabgeordneter in Düsseldorf und als Mitglied des Rates der Stadt Mönchengladbach nehme ich für meine Heimatstadt vielfältige Aufgaben wahr. Wenn Sie Fragen haben, dann schreiben Sie mir. Ich würde mich freuen!

Für Mönchengladbach!

Ihr Norbert Post


cdunrw-jetzt-mitglied-werden