Norbert Post zur Landesgesundheitskonferenz
„Unsere Kinder sollen gesund groß werden“
Die Gesundheit der Kinder in Nordrhein-Westfalen soll weiter verbessert werden. Das fordert der Mönchengladbacher CDU-Landtagsabgeordnete Norbert Post nach der Landesgesundheitskonferenz, die gerade in Münster getagt hat. Unter dem Motto „Für einen guten Start ins Leben“ haben die Teilnehmer unter anderem darüber beraten, wie die Säuglingssterblichkeit weiter zu senken ist und wie noch mehr Eltern dazu gebracht werden können, die Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch zu nehmen und den Impfschutz ihrer Kinder zu verbessern.
Die Säuglingssterblichkeit in Mönchengladbach ist hoch, höher als in der Region. 23 Säuglinge, deren Mütter in Mönchengladbach leben, sind 2007 noch vor dem ersten Geburtstag gestorben. Das sind 10,3 auf 1000 Geburten. Zum Vergleich: Im gesamten Bundesgebiet lag die Säuglingssterblichkeit nur bei 3,8., im Land NRW bei 4,8. „Wir müssen alles tun, um die Säuglingssterblichkeit weiter zu senken, die insbesondere in schwierigen sozialen Umfeldern beobachtet wird. In Mönchengladbach haben wir festgestellt, dass viele der betroffenen Eltern arm sind“, sagte Post. Das Land hat bereits Maßnahmen gegen die Säuglingssterblichkeit eingeleitet. So wurde etwa die vielseitige Landesinitiative ´Gesundheit von Mutter und Kind` als ein wichtigen Bestandteil der Prävention ins Leben gerufen. „In Arztpraxen liegen Informationsflyer für notwendige Untersuchungen der Babys aus“, erklärte der sozialpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Ihre Ziele will die Landesregierung gemeinsam mit Krankenhäusern, Ärzten und anderen Gesundheitsberuflern erreichen. „Wir kooperieren bereits mit Krankenhäusern, in denen Eltern von Hebammen, Ärzten und Pflegern zum Schutz des Kindes auf den Gebrauch von Babyschlafsäcken hingewiesen werden.“
Durch bessere Beratung und Vernetzung von Mitarbeitern in Familienzentren oder Kindertageseinrichtungen soll das Bewusstsein von noch mehr Eltern gestärkt werden, mit ihren Kindern zu den Vorsorgeuntersuchungen zu gehen. „Häufig sind Eltern nicht ausreichend informiert oder sie vergessen diese Untersuchungen einfach nur“, weiß Post. Deshalb gebe es seit 2008 auch das Meldeverfahren, mit dem alle in Frage kommenden Kinder erfasst und Eltern nötigenfalls an den Gang zum Arzt erinnert werden. In Mönchengladbach werden die Kinderärzte dazu angehalten, einer Zentralstelle zu melden, welche Kinder bei der Vorsorgeuntersuchung waren. Eltern, die mit ihrem Kind nicht erschienen sind, müssen mit Besuch vom Jugendamt rechnen. „Alle Kinder sollen die Chance auf eine bestmögliche Gesundheit haben.“
Die Teilnehmer der Konferenz einigten sich auch darauf, den Impfschutz der Kinder weiter zu verbessern. „Ziel ist, die Durchimpfungsraten bei Masern, Mumps und Röteln weiter zu erhöhen und Impflücken bis zum Jahr 2014 zu schließen“, sagte Post. Doch die drei Handlungsfelder Säuglingssterblichkeit, Früherkennung und Impfschutz seien nur ein Schwerpunkt. Auch an den Themen Ernährung und Bewegung, seelische Gesundheit und Behinderungen soll verstärkt gearbeitet werden.


