„Altersarmut frühzeitig bekämpfen“
Mönchengladbachs Bevölkerung wird immer älter
Die demographische Entwicklung und die schlechte Wirtschaftslage mit hohen Arbeitslosenzahlen lassen bereits jetzt für die Zukunft erkennen, dass die Altersarmut wachsen wird – auch in Mönchengladbach. „Um dies zu verhindern und den Menschen auch im Alter ein Leben mit einer Rente oberhalb der Armutsgrenze zu ermöglichen, bedarf es großer Anstrengungen. Und zwar nicht erst dann, wenn es zu spät ist“, warnt der sozialpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Norbert Post. Bereits jetzt sind mehr als 20 Prozent der Mönchengladbacher älter als 65 Jahre, das entspricht mehr als 52 000 Menschen. „Wir müssen bedenken, welche Auswirkungen die Rentenreformen der vergangenen Jahre auf zukünftige Rentnergenerationen haben werden.“
Problematisch ist in dieser Hinsicht laut des Mönchengladbacher Landtagsabgeordneten der wachsende Niedriglohnsektor und die Tatsache, dass Erwerbsbiographien mit abwechselnder Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Selbständigkeit immer unsteter werden. „Dies führt auch zu niedrigeren Renten“, sagt Post. So sei es zunächst einmal im Interesse der Unternehmen, für ausreichend Arbeitsplätze und eine gerechte Entlohnung zu sorgen.
Die nordrhein-westfälische Landesregierung will dem Trend mit einer Reihe von Maßnahmen entgegenwirken. So etwa mit der Forderung nach Wiedereinführung der früheren Rente nach Mindesteinkommen. „Wir müssen dafür sorgen, dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, im Alter nicht auf Leistungen der sozialen Grundsicherung angewiesen sind. Wer eine Rente oberhalb des Existenzminimums hat, muss dem Sozialamt auch nicht seine Einkünfte und seine Spargroschen offen legen“, so Post.


