„Junge Menschen brauchen mehr Sicherheit auf dem Arbeitsmarkt“

Norbert Post  setzt sich für Arbeitnehmerinteressen ein

post36Die meisten jungen Menschen haben das gleiche Lebensziel: Sie wollen einen Beruf, ein geregeltes Einkommen, eine Familie, die gut davon leben kann, und ein würdiges Leben auch im Alter. „In der heutigen Zeit jedoch wird es den jungen Leuten sehr schwer gemacht, diese Ziele zu erreichen“, sagt der Mönchengladbacher Landtagsabgeordnete Norbert Post. Als stellvertretender Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) in Nordrhein-Westfalen setzt er sich für die Arbeitnehmerinteressen ein und fordert eine gerechte Entlohnung von Arbeit, einen allgemein gesetzlichen Mindestlohn, Ordnung auf dem Arbeitsmarkt und sichere Beschäftigungsverhältnisse. „Die Wirtschaft neigt dazu, die Menschen nur scheibchenweise zeitlich und in Lebensabschnitten zur sicheren Arbeit zuzulassen. Wer aber immer nur Jahresverträge bekommt oder entliehen oder mit Teilzeit zur Arbeit zugelassen wird, kann keine Familie gründen und wird im Alter mit einer kleinen Rente kaum klarkommen. Mit einer Wertschätzung von Menschen und ihrer Arbeit hat das nichts zu tun“, sagt Post. „Gerade in einer Stadt wie Mönchengladbach, die von einer hohen Arbeitslosigkeit und niedrigen Löhnen geprägt ist, brauchen wir eine systematische Beschäftigung und Sicherheit gerade für junge Menschen.“

cda-logoIm Mai kam die CDA zu ihrer 34. Bundestagung in Berlin zusammen. Unter dem Titel „Arbeit in Würde – Alter in Würde“ diskutierten die Vertreter neun Tätigkeitsschwerpunkte. „Der Grundsatz über allem lautete dabei: Der Mensch ist wichtiger als die Sache. Unser Ziel ist es, dass Menschen durch Arbeit am gesellschaftlichen Leben teilhaben und mit ihrer Familie Teil der Gesellschaft sein können“, sagt Post. Dazu sei eine gerechte Entlohnung eine wichtige Voraussetzung. „Die Löhne müssen in einem Verhältnis zu dem stehen, was der Mensch erarbeitet. Die Lohnfestsetzung ist aber keine Sache des Staates.“ Stattdessen handeln die Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände gerechte Löhne aus. „Der richtige Weg der Lohnfindung sind Koalitionsfreiheit und Tarifautonomie.“ Daher setzt die CDA auf Flächentarifverträge, die ein einheitliches Lohnniveau für alle Unternehmen einer Branche gewährleisten.

„Arbeitnehmer in Zeitarbeit sind für die Gewerkschaften und damit für Tarifverträge nur schwer zu organisieren“, beschreibt Post einen weiteren Negativaspekt des Kreislaufs und fordert die Arbeitgeber auf, sich nicht aus der Tarifbindung zu verabschieden. „Nicht derjenige, der die niedrigsten Löhne zahlt, soll sich am Wettbewerb am besten behaupten, sondern derjenige, der die besten Produkte und die beste Qualität bietet. Sonst könnten sich die Arbeitnehmer den Konsum der Produkte gar nicht leisten. Schmutzkonkurrenz darf nicht siegen.“ Um den Menschen ein Leben in Würde bis ins hohe Alter zu ermöglichen, fordert die CDA einen allgemeinen Mindestlohn. „Bei der Zeitarbeit gilt dieser bereits branchenübergreifend. Und Zeitarbeit gibt es in allen Branchen. Da ist es doch nur logisch, diesen von den Tarifvertragspartnern festgelegten Lohn für alle Arbeitnehmer als Lohnuntergrenze festzusetzen“, sagt Post. Bei der Zeitarbeit habe sich diese bereits bewährt. „Leiharbeit wird in immer mehr Branchen missbraucht, um Lohnkosten zu sparen. Um Gerechtigkeit zwischen Zeitarbeitnehmern und Stammbelegschaft herbeizuführen, muss für gleiche Arbeit auch der gleiche Lohn gezahlt werden.“

Was es im Alter bedeutet, viel gearbeitet aber sehr wenig verdient zu haben, kann der Sozialpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion vorrechnen: „Wer in Deutschland 47 Jahre lang für einen Stundenlohn von 7,50 Euro gearbeitet hat, bekommt eine Rente, die gerade mal auf Hartz-IV-Niveau liegt. Das hat mit Gerechtigkeit und Menschenwürde nichts zu tun.“ Gerade in einer Stadt wie Mönchengladbach, die von der Textilindustrie und niedrigen Löhnen geprägt war, sehe man heute viele Menschen, die mit ihrer Rente kaum zurechtkommen. Post: „Wer z. B. 35 Jahre gearbeitet hat, muss wesentlich mehr Rente haben, als jemand, der in der gleichen Zeit Unterstützung bekommen hat. Es kann nicht sein, dass man sich ein Leben lang krumm arbeitet und dann kein Geld hat, um seinem Enkel eine Tafel Schokolade zu kaufen.“

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Ihr Norbert Post


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