Minister Karl-Josef Laumann: „Austausch bringt mehr ärztlichen Nachwuchs in unsere Krankenhäuser“
Gemeinsame Absichtserklärung soll unterzeichnet werden
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:
„Mit dieser gemeinsamen Absichtserklärung zwischen der nordrheinwestfälischen Landesregierung und der österreichischen Ärztekammer leisten wir einen vernünftigen Beitrag, um dem Mangel an ärztlichem Nachwuchs in unseren Krankenhäusern zu begegnen, der laut Krankenhaus-Barometer mittlerweile alle deutschen Länder in Ost und West gleichermaßen belastet“, erklärte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann heute (23. März 2010) in Düsseldorf. Bundesweit waren im vergangenen Jahr rund 5.000 Stellen im ärztlichen Dienst unbesetzt. „Wir haben künftig aber eher noch mit einer Zunahme des Ärztebedarfs an Krankenhäusern zu rechnen“, sagte Laumann.„Während wir in Deutschland Sorgen haben, ärztlichen Nachwuchs in die Krankenhäuser zu bekommen, stehen in Österreich jedes Jahr rund 500 Medizin-Absolventen auf der Straße“, sagte Laumann. Diese müssten in Österreich im Schnitt drei Jahre auf einen Weiterbildungsplatz warten, so der Minister. „Deshalb haben wir jetzt beschlossen, eine gemeinsame Vereinbarung über ein Austauschprogramm zu treffen“, so Laumann. Im Vordergrund steht eine aktive Information und Vermittlung beider Seiten, um den Austausch von Ärzten zwischen Nordrhein-Westfalen und Österreich zu fördern. „Absolventen des Medizinstudiumswerden in beiden Ländern den gleichen Zugang zu Fort- und Weiterbildung unter den gleichen Bedingungen haben“, erklärte Laumann. „Beidieser Vereinbarung gibt es nur Gewinner: die österreichischen Nachwuchsärzte können bei uns ihre praktische Weiterbildung abschließen –und wir bekommen hoch motivierte, qualifizierte Ärzte in unsere Krankenhäuser“, erklärte Laumann. Die Vereinbarung soll bald im Rahmen eines offiziellen Termins in Düsseldorf von den jeweiligen Partnern unterzeichnet werden.


