SPD-Spitzenkandidatin menschenverachtend?
"Sollte zutreffen, was heute die Financial Times Deutschland über eine Rede von Frau Kraft (SPD) am Aschermittwoch berichtet, wäre dies ein unentschuldbarer Skandal." Das erklärt der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Helmut Stahl. "Daher will ich das nicht unterstellen. Stattdessen frage ich Frau Kraft (SPD) öffentlich:- Trifft es tatsächlich zu, dass Sie die Ordnung unseres Schulwesens in Zusammenhang gebracht haben mit Selbstmorden von Kindern und Jugendlichen?
- Falls ja - haben Sie Erkenntnisse darüber, dass sich die Selbstmordraten etwa in Brandenburg (ein Bundesland, welches Ihren schulpolitischen Vorstellungen ja nahe kommt) von denen in Bayern oder Baden-Württemberg (mit gegliedertem Schulwesen) signifikant unterscheiden?
- Sollten Sie die Aussage getätigt haben, wären Sie dann bereit, politische Verantwortung für die tragische Selbsttötung von Kindern und Jugendlichen unseres Bundeslandes in den Jahren bis 2005 zu übernehmen? Denn Sie haben ja als SPD bis dahin das gegliederte Schulwesen in NRW politisch verantwortet.
- Halten Sie gegebenenfalls die Bürgerinnen und Bürger, welche aus pädagogischer wie bildungspolitischer Überzeugung sich engagiert für ein gegliedertes Schulwesen - also etwa den Erhalt unserer Gymnasien oder Realschulen - einsetzen, für "Suzidbeförderer" von Kindern und Jugendlichen?
- Sofern die FTD zutreffend berichtet, ist Ihnen bewusst, was Sie Eltern unterlegen, die sich für ihre Kinder für eine Schulform in unserem gegliederten Schulwesen entscheiden?
Frau Kraft, eine Beantwortung dieser Fragen duldet keinen Aufschub."


