Familienzentren: Grundschulen mit einbeziehen
Samstag, den 06. Juni 2009 um 08:28 Uhr
„Ich freue mich, dass die Familienzentren in der Stadt ausgebaut werden, doch die Verwaltung sollte auch prüfen, ob Gelder für die Grundschulen bereitgestellt werden können", meint Norbert Post und reagiert damit auf die jetzt vorgestellten Pläne der Stadtverwaltung, bis zum Jahr 2012 rund 30 Prozent aller Kindertagesstätten in Mönchengladbach zu Familienzentren ausbauen zu wollen.
Der Rat der Stadt hat in seiner letzten Sitzung entschieden, 1,5 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II für den Umbau von zehn städtischen Familienzentren und Kindertagesstätten zur Verfügung zu stellen. „Eine absolut lohnenswerte Investition, denn Familienzentren stärken die Erziehungskompetenz und bieten neben einer erstklassigen Betreuung auch Beratung und Unterstützung an."
Der CDU-Oberbürgermeisterkandidat geht aber noch einen Schritt weiter und möchte die Grundschulen in das Konzept mit einbeziehen: „Das ist die beste Prävention gegen Erziehungsprobleme. Das, was Sozialarbeiter in weiterführenden Schulen aufarbeiten müssen, kann bereits durch präventive Maßnahmen in der Grundschule aufgefangen werden." In Grundschulen werde - wie in Kindertagesstätten auch - Basisarbeit geleistet, so Post weiter.
Der Christdemokrat hat konkrete Vorstellungen, wie dieses Angebot in Grundschulen aussehen könnte: „Familienbezogene Berater könnten als Ansprechpartner in Grundschulen im Bedarfsfall Hilfen zur Erziehung anbieten. Das Jugendamt kann das neue Angebot koordinieren." Was für Kindertagesstätten möglich sei, müsse auch an Grundschulen umgesetzt werden. „Das Konzept der Familienzentren darf sich nicht allein auf Kindertagesstätten konzentrieren. Wir dürfen die Grundschulen nicht vernachlässigen. Die Grundschulen müssen in das Konzept der Familienzentren integriert werden. Dafür möchte ich mich als Oberbürgermeister einsetzen."


